Blogeinträge (themensortiert)
Thema: töchterlich
Tag 5
Eigentlich wollte ich nur die weitere Vorgehensweise der Eingewöhnung besprechen, weil Kira gestern als ich sie nach 90 Minuten abholte hinter dem Kindergarten weinte. Sie sah die ganzen anderen Kinder im Garten spielen und dachte ich hätte sie abholen müssen, weil die böse gewesen sei. Als Bestrafung.
Tja und dann meinte ihre Erzieherin ich solle sie einfach eine Stunde später heute holen um sie dann selbst noch zu korrigieren. "Bleiben Sie in der Nähe des Telefons und kommen Sie um 12:00h, dann werden die ersten anderen Kinder ja auch abgeholt." Das machen wir dann Morgen und Montag nochmals so und dann kommen wir täglich morgens eine viertel Stunde früher und ja, das war es dann. Wenn Kira durchhält, dann ist sie eingewöhnt.
Über die 2 Stunden am Nachmittag reden wir dann später. Da muss Kira meinetwegen auch bei weitem nicht täglich wieder hin.
Ich hoffe einfach mal, dass sie das heute trotz endender Schniefnase gut durchhält und ihre Kräfte einzuteilen weiß.
Ach, Muttertiere sind schon was Schlimmes... ;-)
3. Tag im Kindergarten
Am ersten Tag saß ich einfach nur *gelangweilt* in der Nähe, Freitag war Kira krank und gestern wurde ich entgegen des eigentlichen Planes für eine Stunde nach Hause geschickt.
Das war komisch, 50 Minuten alleine an einem Vormittag in der Wohnung...
Wir haben gestern dann *nur* eine Stunde vereinbart, weil das Wetter so schlecht war, das das Garten-Projekt in der Projektzeit nicht stattfinden konnte und alle anderen Projekte nicht unbedingt zum Früher-Herrausholen geeignet waren.
Heute dann 90 Minuten + wenige Minuten früher kommen.
Kira wollte gerade auch prompt kein Frühstück mehr zu hause essen, dass machen große Mädchen nämlich im Kindergarten! Soll mir recht sein.
Was auch ganz schön ist, dass Kira sofort auf *ihre* Erzieherin gehört hat.
Ich hätte eigentlich mit ziemlichen Terror gerechnet, wenn sie vor den anderen Kindern heim gehen soll, aber wenn Fr. B**** was sagt, dann ist es bei ihr verständnisvolles Gesetz!
Irgendwie herrlich und ich hoffe diese Freude hält noch lange an und wir erleben nicht sehr derbe Rückschläge. So dürfte es gerne weiter gehen.
Nach einem Tag im Kindergarten
... haben wir den Rekord getroffen und Kira ist krank...
Schade, aber dann bleiben wir lieber heute zu hause und hoffen das wir Montag weiter machen können.
Kinder TÜV
Die Kinderärztin sprach: "Absolut traumhaftes kleines Mädchen!"
Von Problemen in der sprachlichen Entwicklung wurde ich nun total beruhigt. Kira hat in den letzten 3 Monaten einen absoluten Spurt und sehr viel aufgeholt. Nach einem ausführlichen Silbentest hieß es, dass Kira von der Lautbildung sogar eher weit sei und die Grammatik dürfte sich dann entwickeln. Insgesamt war auch ihr Eindruck eher wirkliche Faulheit.
Allerdings müssen wir das Längenwachstum nun beobachten und das gab dann auch einen Eintrag, aber das Thema ist ja auch wirklich offensichtlich. Da kommt sie halt ganz nach ihrem Papa, der in der Pubertät aber auch dann aufholte.
Sieht man es mal positiv: Wir kommen ja wirklich länger mit den Klamotten hin als andere Eltern. ;-)
Allerdings gilt klein Kira auch in dieser Praxis als absolut *süß* wenn sie absolut bockt!
Da kann man ja gerne geteilter Meinung drüber sein.
Hach, schön irgendwie.
Schnupperkind
Gestern war der zweite Schnuppernachmittag im zukünftigen Kindergarten.
Kira macht sich in der Gruppe der Kinder sehr gut.
Sie liebt "ihren" Kindergarten sehr offensichtlich und möchte nach den 90 Minuten nicht nach Hause und erstmal müssen die Tränen kullern... *g*
Das Konzept dieser Schnuppertreffen ist einfach super. Man lernt in Ruhe die Erzieherinnen, Kinder, Schnupperkinder und deren Mütter sowie die Einrichtung und sonstige Mitarbeiter kennen.
Es ist doch schön zumindest einen kleinen Überblick zu gewinnen. Nachmittags sind momentan nur ungefähr 20 der "älteren" Kindergartenkinder da und von den etwa 23 neuen Kindern nutzen so ca. 10 Eltern-Kindpaare die Schnuppermöglichkeit.
Es handelt sich aber auch um einen sehr hohen Geschwisterkindanteil.
Ja, dieses Jahr hat der Kindergarten sehr viele werdende Schulkinder und somit sehr viele Neuzugänge. In Kiras Gruppe werden 10 Kinder eingewöhnt und das gestaffelt ab September. Für die einzelnen Kinder wird es sich also etwas in die Länge ziehen, bis es dann wirklich los geht. Allerdings ist die Zahl der 2 Jährigen dieses Jahr auch aufgestockt worden, bei denen einige aber auch warten bis die Kinder im Laufe des Halbjahres dann 3 werden.
Wie dem auch sei, wir lieben diese Einrichtung und die Konzepte.
Die Eltern(mit)arbeit wird sehr gefördert, eben auch durch diese Schnuppertreffen.
In der Regel übersteigt die Motivation der Mitarbeit den Bedarf.
Auffallend ist nur wirklich das Kira einfach *klein* ist.
Somit hat sie sich bei den Erzieherinnen bereits sehr beliebt gemacht und gilt wieder als die "Süße!", im laufe der Zeit wird sie aber sicherlich mal zeigen, dass sie auch anders kann.
Mir gefällt diese Rolle nämlich nicht so, weil man es ihr damit doch leicht macht.
Das Lustigste: Kira spricht im Kindergarten! Deutlich, verständlich - in Sätzen!
Eine Freundin hat Kira auch schon gefunden und die beiden Mädchen spielen wirklich so schön zusammen. Zum Schluss gingen sie händchenhaltend aus dem Garten in die Gruppenräume um sich dann vor dem Kindergarten zu verabschieden. Herzlichst!
Allerdings gab es bereits ein Aufatmen unter den Erzieherinnen, denn die beiden werden nicht in eine Gruppe kommen. *g* Denn beide wissen ganz genau was sie wollen...
Dank der offenen Gruppen ist dies aber eh egal und vormittags werden dort ja auch noch sehr viel mehr Kinder sein.
Warum Kira das Mädchen "Rosi!" nennt haben wir aber auch noch nicht herausgefunden. ;-)
Ich weiß nun aber auch ganz sicher, dass ich für den Beruf einer Erzieherin nicht geeignet gewesen wäre. Nach 90 Minuten, mit nicht mal der Hälfte der eigentlichen Kinder und dazu noch im großen Außenbereich brummt mir der Kopf. Gut das bei meiner damaligen Berufswahl der Verstand entschied...
Sehr vernünftig
Kira macht gerade in unserem Bett *MITTAGSSCHLAF*!
... somit sollte das Nachmittagsprogramm keine Probleme bereiten. ;-)
Kira wird nämlich ganz sicher hoffentlich nicht krank!
Von Seiten der Ohren
... ist alles in bester Ordnung.
Der Arzt meinte ziemlich schnell, dass wir erstmal vom *Late Bloomer* - Status ausgehen sollten und Kira wahrscheinlich im nächsten Jahr alles aufholen wird.
Die ersten drei Monate im Kindergarten werden da die entscheidende Richtung weisen.
Etwas blöd kommt man sich aber schon vor, wenn man quasi den Stempel der dummen Mutter aufgedrückt bekommt, weil man für sein unter 3 Jähriges keinen Fremdbetreuungsplatz hat.
Ihm wurde dann aber auch bewusst, dass die Situation für unter 3 Jährige bei uns in der Stadt eher bescheiden aussieht. Der Kindergarten in den Kira ab heute Nachmittag geht nimmt zwar sechs 2 Jährige auf, aber die Plätze sind bei uns durch Geschwisterkinder und Kinder Alleinerziehnder besetzt. Im alten Stadtteil gibt es noch gar keine Plätze für die Altersgruppe unter 3 und selbst die 3 Jährigen haben dort keinen Platz durch die Altersregelung sicher!
Haben wir doch alles durch...
Beim Thema "Großfamilie" habe ich dann nur noch in mich gelächelt um nicht zu platzen.
Ob nun die Gründung einer Großfamilie die absolute Lösung für jedes Problem ist wage ich halt mal zu bezweifeln und nach unserem Willen wäre Kira kein Einzelkind mehr - aber dafür wollte ich mich dann auch nicht *rechtfertigen*. Das muss ich momentan sowieso mehr als genug, weil ich *ja dann ab September ganz sicher wieder viel Spaß auf der Arbeit haben werde*.
Der typische Verlauf: Man liegt noch im Wochenbett und so oder so im Mutterschutz und die Frage nach dem Wiedereinstieg flammen vermehrt auf. Mit 2 Jahren ist das Kind noch nicht im Kindergarten (wir erinnern uns, das Thema Plätze!), die ersten bissigen Bemerkungen. Kurz vor 3 ist der Kindergartenplatz endlich in absehbarer Nähe und es wird automatisch davon ausgegangen das Frau arbeiten geht. Das dies bei den Betreuungszeiten die wir für Kira haben selbst halbtags rechnerisch unmöglich wäre verrate ich niemanden und auch nur den Wenigsten, dass ich zuhause bleiben werde. Mitbekommen werden sie es nicht und vielleicht bemerkt man es ja beiläufig - wenn nicht dann schert es mich auch nicht mehr.
So und eigentlich wollte ich gestern ja nur in Erfahrung bringen, ob mit den töchterlichen Ohren alles in Ordnung ist, denn Probleme liegen einfach in der Familie und wenig später hätte ich mir wahrscheinlich die Frage gefallen lassen dürfen: "Warum kommen Sie den erst jetzt?!" - wahrscheinlich auch wenn gestern etwas auffällig gewesen wäre... *nerv*
Ach ja und das Thema Probleme therapieren lassen!
Ich persönlich war in logopädischer Behandlung. Leider erst im Grundschulalter, weil ich meinen Mund selten beim Reden bewegt habe (Nuschelgöttin) und Wörter die z.Bsp. auf '-er' enden mit '-a' enden lasse (=Eima, Fensta). Da ich eher flott spreche im Alltag hört das normale Ohr diesen "Fehla" nicht, geschulte Menschen weisen mich aber sofort darauf hin.
Meinen Traumberuf konnte ich hiermit nicht verwirklichen, was psychisch schon schmerzlich war und worüber ich mich heute noch ärgere.
Der Therapiebeginn bei mir war einfach schon zu spät. Ich habe zwar in der Therapie mitgemacht, aber die Spielchen waren für mich zu albern. Ich begann mein *Problem* zu verstehen und habe begonnen mir alles was ich sage geschrieben vor dem innerlichen Auge vorzustellen und daran alles deutlich zu betonen.
Es klappt so nicht immer, aber im Alltag mit Kira kann ich das sehr gut umsetzen.
Nur dieses Selbstantrainierte kann ich einfach nicht mehr ablegen, denn dann mache ich sofort wieder die alten Aussprachefehler.
Wie dem auch sei. Es hieß letztes Jahr wir warten ein Jahr und nun heißt es wieder wir warten ein Jahr.
Das Sprachverständnis wurde immerhin auf kurz geprüft und das fand ich fragwürdig.
Kira bekam zwei Medikamentenverpackungen in die Hand und sollte dem Arzt die Leichte geben. Das klappte zweimal, aber ich bin mir sicher das sie die Aufforderung nicht verstanden hat. Sicher weiß sie was schwer ist, soll sie ja auch schon lange. Ich soll das jetzt immer machen und sie einfach ohne irgendeine Regung bitten mir das Leichte von 2 Gegenständen zu geben, ohne das Wort zu üben einfach so mittendrin. Das Beispiel war Getränkekartons heute morgen (sollten wir nehmen - da gleiches aussehen) und es hat überhaupt nicht geklappt, auch bei mir nicht auf anhieb.
Also wird davon ausgegangen, das Kira es nicht versteht und somit fehlt das altersentsprechende Sprachverständnis - weil das wohl bis auf wenige Kinder alle können mit 35 Monaten. Die nächst schwierigere Stufe kann sie jedoch schon seit Monaten und da fange ich dann auch an zu zweifeln ob man die Entwicklung wirklich an solchen Sekundentests ausmachen sollte. Wären wir in drei Wochen zum Testen gegangen, dann würde Kira zu den obersten 3% nach dem Massstab des Arztes im Sprachverständnis liegen, denn die dann geforderte Unterscheidung war eine ihrer ersten...
Mir wurde geraten in eine Fachbuchhandlung zu gehen und mir ein logopädisches Buch zu besorgen, eines in dem quasi Hausaufgaben stehen und das was gefordert wird zur Sprache. Heißt wohl, ich soll Kira wenn dann selbst therapieren und mit dem Satz mache ich erstmal einen dicken Strich unter diese Angelegenheit und warte bis zur U7a und die Meinung der Kinderärztin und ansonsten schauen wir halt mal wie es zum Jahreswechsel ausschaut, warten und ich werde den ein oder anderen Tee trinken.
Bleibt stehen: In allen motorischen und kognitiven Bereichen sehr weite Entwicklung, sprachlich eingeschränkt mit Tendenz zur Selbstbesserung.
Kira-Tage
Gestern war Sommer-/Gemeindefest und großes Jubiläum in Kiras zukünftigen Kindergarten.
Die kompletten Kindergartenkinder haben gemeinsam ein wunderschönes Theaterstück aufgeführt. Das war so schön! Die Geschichte war genau auf unseren Stadtteil und die neuen Kindergartenkinder zugeschnitten. *hach*
Heute hat Kira endlich den Termin beim Kinder-HNO zur Spielaudiometrie und Checkup.
Ich bin einfach nur noch gespannt. Wirkliche Erwartungen oder Vermutungen habe ich (nicht) mehr. Irgendwie ist da irgendetwas komisch und irgendwer muss mir erklären was da in Kira vor geht.
Morgen beginnen dann die Schnuppernachmittage im Kindergarten. Bis zu den Ferien gehen wir dienstags für 90 Minuten gemeinsam die Einrichtung kennenlernen.
Ansonsten ist Kira in den letzten drei Wochen um 3 cm gewachsen und sie hat über ein Kilo zugenommen! Und dann das Thema Füsse: Kira hat meine Füsse ganz offensichtlich geerbt. Einmal ist die 2. Zehe die längste und am anderen Fuß die mittlere Zehe und somit haben wir nun einen Größenunterschied von genau einer Größe. Da müssen wir wohl mal schauen wie sich das in den kommenden Tagen entwickelt.
*komisch*
Kira hat sich irgendwie selbst angewöhnt mich "Mutti!" zu nennen - nicht immer, es scheint wieder mal eine Art eigener Humor zu sein... Sie merkt wohl das ich es sehr komisch finde...
Jedenfalls ist es sehr befremdlich für mich in einem Discounter von meiner Tochter, im Einkaufswagen sitzend, mit: "Wo ist Muuuhhhttttiiiiiieee - Mutti - Mutti wo bist Du!?" herbei gerufen zu werden.
Die Blicke der anderen Einkäufer sprechen dann immer Bände... *g*
Juchu
Verkorkster Wochenstart mit einer gehörigen Portion Glück:
Kira hat einen Kindergartenplatz im absoluten Traumkindergarten!
Mir fallen gerade tausende Steine vom Herzen, denn wären wir nicht letzten November kurzfristig umgezogen, hätten wir im Umkreis der alten Wohnung erst nächstes Jahr einen Platz erhalten...